Kurkuma und Goldene Milch

Bevor wir uns näher mit dem Kurkuma und der Goldenen Milch beschäftigen, möchte ich – um Irritationen vorzubeugen – darauf hinweisen, dass neben der von mir bevorzugten Schreibweise „Kurkuma“ im deutschsprachigen Raum auch die Schreibweisen „Kurkuma“ und „Curcuma“ gebräuchlich sind – in allen Fällen ist dasselbe gemeint, nämlich das Rhizom der Gelbwurz. Gelegentlich wird Kurkuma (Kurcuma) auch als „Gelber Ingwer“ oder „Babylonischer Safran“ oder „Indischer Safran“ bezeichnet. Für die Goldene Milch findet sich auch die Bezeichnung „Kurkuma Latte“.

Die heilende Wirkung von Kurkuma und Goldener Milch

Kurkuma und Goldene Milch helfen

  • zur Vorbeugung gegen Krebs
  • gegen die Ausbreitung von Krebszellen / Metastasen
  • zur Vorbeugung gegen Alzheimer
  • gegen Gedächtnisschwund
  • gegen Arthrose
  • gegen Arteriosklerose
  • zur Vorbeugung eines Herzinfarktes
  • zur Vorbeugung eines Schlaganfalls
  • zur Vorbeugung von Infektionen
  • bei Erkrankungen der Atemwege und der Lunge
  • zur Kräftigung des Immunsystems
  • gegen Mukoviszidose bzw. zystischer Fibrose
  • bei Darm-Erkrankungen, z.B. chronischer Darmentzündung
  • gegen Leber-Erkrankungen
  • die Sehkraft zu verbessern

 

Bevor ich auf die Heilwirkungen im Einzelnen eingehe, möchte ich einige Bemerkungen zu den wirksamsten Möglichkeiten, Kurkuma zu sich zu nehmen, machen:

Wie wirkt Kurkuma am Besten ?

Die Wirksamkeit von Curcumin, dem Hauptbestandteil der Kurkuma, kann um mehr als das Zwanzigfache erhöht werden, indem man gleichzeitig etwas Fett und etwas Schwarzen Pfeffer zu sich nimmt.

Am wirksamsten sind die frischen unbehandelten Rhizome. Sofern man solche lagern will, sollte man das im Kühlschrank zwischen mehreren Lagen Küchenpapier tun, das man täglich wechselt, da Kurkuma viel Flüssigkeit abgibt und dadurch zur Fäulnis und Schimmelbildung neigt, wenn das austretende Wasser nicht aufgesaugt und entfernt wird.

Die wenigsten von uns werden aber Gelegenheit haben, auf Reisen in die Ursprungsländer des Kurkumas ständig frische Rhizome im Flugzeug mitzunehmen oder sich mitbringen zu lassen.

Eine gute Alternative dazu ist der Bezug von Händlern, die frisches Kurkuma aus den entsprechenden Ländern importieren und diesen als Rhizom weiterverkaufen.

Wer die Rhizome nicht so essen mag, kann natürlich auch Kurkuma als Gewürz kaufen oder sogar als fertiges Currygewürz (indisch/gelb oder thailändisch/rot – für das indische Currygewürz empfehle ich die günstige Großpackung, das thailändische scheint es in dieser Qualität derzeit nur als 100g-Packung zu geben) , im Currygewürz ist allerdings nur eine sehr begrenzte Menge an Curcumin enthalten und auch Kurkuma als Gewürz ist bei weitem nicht so wirksam wie frische Rhizome – allerdings ist die regelmäßige Verwendung des Gewürzes immer noch besser als den Körper gar kein Kurkuma aufnehmen zu lassen. Bitte auch hierbei an die Prise Schwarzen Pfeffer und ein wenig Fett denken.

Die Bestandteile des Indischen Currygewürzes sind Koriander, Kurkuma, Bockshornkleesamen, Cuminsaat, Fenchel, Chilis, Salz und Kreuzkümmel.

Das Thailändische Currygewürz besteht aus Paprika, Kurkuma, Coriander, Senfsaat, Bockshornklee, Salz, Chillies und Knoblauch.

Oder man nimmt gleich Currypaste – hierbei muss man aber auf die Zutatenliste achten, manche Currypasten enthalten kein Curcumin/Kurkuma, aber andere gute Zutaten. So enthält bei dem sehr empfehlenswerten Probierset von 5 verschiedenen Currypasten (optimal, um das Curry herauszufinden, das man selber am liebsten mag) nur die gelbe Currypaste einen nennenswerten Kurkumaanteil neben den sonstigen Bestandteilen rote Chilis, Schalotten, Knoblauch, Zitronengras, Salz, Galgant, Kreuzkümmel, Koriandersamen, Zimt und Muskatblüte.

Die rote Currypaste des gleichen Herstellers enthält einen etwas höheren Anteil an roten Chilis, Zitronengras, Knoblauch, Schalotten, Salz, Kaffernlimettenschale, Galgant, Koriandersamen und Kreuzkümmel.

Die grüne Currypaste enthält frische grüne Chili, Zitronengras, Knoblauch, Schalotten, Salz, Galgant, Kreuzkümmel und Koriandersamen.

Massaman Curry Paste besteht aus Thai-Schalotten, roten getrockneten Chilischoten, Thai-Knoblauch, Galgant, Zitronengras, Koriandersamen, Kreuzkümmel, Pfeffer, Salz und Garnelenpaste

Für die Panang Currypaste werden rote Chilis, Zitronengras, Schalotten, Knoblauch, Salz, Kaffir- Limettenschale, Galgant, Kreuzkümmel und Koriandersamen verwendet.

All das sind gesunde und leckere Zutaten, auf deren gesundheitliche Wirkung ich noch auf anderen Seiten eingehen werde. Wem es allerdings in erster Linie um das Kurkuma geht, der kann natürlich die gelbe Currypaste auch einzeln kaufen.

Darüberhinaus gibt es Kurkuma auch als Tee, auch in der Verbindung mit Ingwer und Zimt.

Für die Schleckermäulchen gibt es auch eine Nascherei, die wegen der verwendeten zuckerfreien Schokolade und des Verzichtes auf Industriezucker zugunsten von Honig auch für Diabetiker besser geeignet ist als andere Leckereien: Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus Quitten, italienischen Mandeln, Kurkuma und Honig, überzogen mit zuckerfreier Schokolade aus langsam gemahlenen Karibik-Kakao-Bohnen vom „besten Bio-Schokoladen-Macher Deutschlands“ (Georg Bernardini: Standardwerk für Schokolade – Der Schokoladentester)

Wirksamer ist allerdings die Darreichungsform als Goldene Milch.

Wer den Kurkuma-Geschmack nicht mag, aus gesundheitlichen Gründen aber Curcumin zu sich nehmen möchte, kann dies auch in Kapselform tun. Hier empfehle ich die Kapseln von Natur Love (Tauron Ventures GmbH, Düsseldorf). Diese haben zwar einen geringfügig höheren Preis als manche anderen Kurkuma-Präparate – wobei man hier allerdings auch berücksichtigen muss, für welchen Zeitraum eine Verpackungseinheit jeweils ausreicht -, bieten dafür aber auch einige wichtige Vorteile gegenüber Mitbewerbern:

  • Es handelt sich hier um pulverisiertes Kurkuma, nicht um einen Extrakt, d.h. alle Nährstoffe des Kurkuma bleiben erhalten.
  • Die Kapseln enthalten nicht nur Curcumin, sondern auch das für die Wirksamkeit von Curcumin so wichtige Piperin, den Hauptbestandteil des Schwarzen Pfeffers, sowie ätherische Öle
  • Die Kapseln sind bio-zertifiziert (Öko-Kontrollnummer DE-ÖKO-007)
  • Sie sind laktosefrei und glutenfrei
  • Sie sind magensaftresistent, was Personen hilft, die auf Grund eines empfindlichen Magens Kurkuma sonst nicht gut vertragen
  • Sie sind 100 % vegan
  • Sie sind frei von Konservierungsstoffen, Aromastoffen und Trennmitteln

 

Eine Warnung:

Kurkuma wurde und wird in einigen Ländern auch zum Färben benutzt und es färbt wirklich gut. Man sollte daher bei der Verarbeitung von Kurkuma, insbesondere frischem Kurkuma, darauf achten, Einweg-Handschuhe zu tragen oder die Hände kräftig zu waschen bevor man etwas anfasst, was man nicht gelbgemustert haben möchte. Beim Verzehr des Rhizoms muss man auch mit einem gelben Belag der Zähne rechnen, der sich aber mit der Zahnbürste auch wieder entfernen lässt, allerdings werden ehemals weiße Borsten dabei zunächst gelb – nicht erschrecken, auch diese Verfärbung verliert sich im Laufe der Zeit. Diese Warnung gilt natürlich nicht bei Einnahme von Kurkuma-Kapseln.

 

Die Heilwirkungen von Kurcuma im Einzelnen

Leber-Erkrankungen und Kurcuma

In Verbindung mit Erythropoetin wirkt Kurkuma sogar Leber-regenerierend, was wegen der starken Nebenwirkungen des von Außen verabreichten Erythropoetin bisher aber nur selten therapeutisch genutzt wird (etwa bei stark reduziertem Hämoglobin-Gehalt nach Chemotherapie). Zum Glück wird aber normalerweise in den Nieren und anderen Organen auf natürliche Weise eine ausreichende Menge dieses Hormons gebildet, um die Leber-schützende Wirkung des Curcumins zu unterstützen, insbesondere wenn der Körper ab und zu Belastungen ausgesetzt wird. Sobald nämlich ein Sauerstoff-Mangel bei sportlicher Aktivität oder sonstiger körperlicher Anstrengung entsteht, ist dies für den Körper ein Signal zur verstärkten Produktion dieses Hormons.